Web Usability. »Das intuitive Web« verspricht der Bucheinband. Steve Krug erzählt von seiner Erfahrung als Usability Guru. Mit Witz und ohne den Zeigefinger zu erheben spricht Steve Designschnitzer und deren Vermeidung an. Viele denken daß der Job eines Usability Experten mit Arroganz zu tun hat. Im Gegenteil, es ist ein harter Job der viel Toleranz abverlangt. Das Buch teilt sich in drei Teile auf. Im ersten Teil werden Beispiele von Internetseiten gezeigt und wie sie Steve verbessern würde. Die Grundlegenden Elemente einer Seite und insbesondere der Homepage. Navigation, Seitentitel, Logo inkl. Claim, Welcome Blurb, Subnavigation, Bread Crumbs und Site Tools wie z.B. Warenkorb oder My_____. Das jedes dieser Elemente mit dem »Rauschen« auf der Seite zu kämpfen hat und dadurch evtl. übersehen wird. Um dies zu verhindern kann man das Rauschen drum herum entfernen, wie z.B. »Happy Talk«, oder das Element »lauter« machen. Z.B. andere Farbe oder größere Schrift. Im zweiten Teil wird auf den Twist zwischen Grafiker, Programmierer und Management eingegangen, über den ich in einem Entry schon aus eigener Erfahrung berichtet habe. Interessant ist das der Usability Experte, bzw. Steve, immer eine Art Vermittlerrolle einzunehmen wagt um seine eigenen Interessen unter die Parteien zu bringen. Im letzten und ausführlichsten Teil gibt Steve die alles entscheidende und alles erklärende Weisheit kund. Wie man eine Seite erstellt ohne das Menschen darüber ins Grübeln kommen (respektive Titel). Wie man seinen eignen Usability Test durchführt. Einen Mac, eine Kamera, einem Testleiter, einem Probanden und die eigentliche Webseite. Der Proband sagt was ihm die Homepage, ohne sie auch nur einmal durch gescrollt zu haben, über das komplette Angebot sagt. In der ersten Sekunde, spätestens in der Zweiten, muß dem Benutzer klar sein für was die Seite dient. Der Tester soll laut denken und Sachen sagen wie z.B. »Das ist die Hauptnavigation und hier kann ich mich Registrieren«. Dieser Test, mit ein zwei Menschen durchgeführt, ohne eine spezielle Zielgruppe zu rekrutieren, gibt mehr Aufschluss darüber was der Seite fehlt und was missverständlich ist.

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