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Pixel for sale: Konzeptüberdenkung

November 29, 2005

Na ich hab’ das mit dem Pixelverkauf falsch aufgezogen. Internetmillionär werde ich dadurch wohl nicht - ich bin zu teuer. Nebenan wird der Werbeplatz für fast umsonst verschachert.
Nichtsdestotrotz habe ich nicht eine Million oder eine Milliarde Pixel im Keller, sondern nur 88.000. Also sind meine Pixel exklusiver. Eine leere »Bekleben erlaubt«-Fläche ist natürlich auch kein echter Anreiz Werbung zu schalten. Daher habe ich das Preismodell etwas überarbeitet. Umsonst gibt’s hier nämlich nix, das hat der Frank in den Kommentaren schon richtig erkannt.
Meine Idee ist, am Anfang wird der Werbeplatz verramscht und zwar zum Szleuderpreis. Umso exklusiver der Werbeplatz am Ende wird, umso teurer wird ein Pixel. Ganz wie die Fussball-WM-Tickets auf dem Schwarzmarkt - oder jeder andere Artikel auf jedem anderen Markt auch. Angebot und Nachfrage eben. Nachfrage herscht gerade Null und Angebot ist reichlich, also raus damit.
Der Preis richtet sich somit prozentual an den bereits verkauften Pixeln. Zum Beispiel wenn 5.000 Pixel verkauft sind, dann sind das 5,67% der gesamten Fläche. Somit kostet 1 Pixel 5,67 Cent.
Noch ein paar Regeln, damit das ganze nicht ausgehebelt wird. Der Mindestpreis zu Anfang ist 1 Cent pro Pixel. Der Pixelpreis gilt zum Zeitpunkt des Kaufs und erhöht sich nicht während des Kaufs. Es darf nur jeweils die Hälfte der verbleibenden Pixel gekauft werden.
Wer also zuerst kommt, mahlt (malt?!) zuerst. Der Druck auf die Marketingabteilungen steigt und es wird gerufen »Jetzt kaufen, viel kaufen, solange der Preis noch niedrig ist!«
Update: Juhu, ich hab’ die ersten 1.400 Pixel verkauft!
Weiteres Update: Hab’s wieder gesteckt. Mein Blog scheint wohl doch keine Werbefläche zu sein für die man ein paar Euros ausgeben will.

22 Kommentare

Frank ·

Ich warte auf weitere Preissenkungen. Nunja, ok. Ein Bier bei MacES für 10×10 Pixel biete ich.

lemming ·

Verkauft. Aber ich trinke ja kein Bier. Nehme aber gerne den Gegenwert. Schick mir die 100 Pixel + Link + Title + Wunschplatzierung per E-Mail an pixel_for_sale@lemming.name

paxos ·

Also ich kaufe - aber weis noch nicht wieviel

at ·

Und ich dachte, derart komplizierte Tarifberechnungen und seltsame Leistungseinschränkungen gäbe es nur bei den Telekomikern.

lemming ·

Alles Freistellungsmerkmale at. Ein Pixel für einen Dollar ist natürlich super einfach und super genial. Da kann ich nur noch mit kompliziertheit toppen.
Ausserdem ist’s doch auch schön wenn man sich die Pixelmassen ausrechnet, die man sich leisten kann.
_Notiz an mich selber_: Pixelrechner in PHP programmieren.

lemming ·

paxos, das skyblog-logo sieht bei 100×20 super aus

Maximilian ·

Wie hoch wäre denn bitte der Preis pro Pixel bei Abnahme von 1000 Pixeln? Ich will aber bitte keine zusammenhängenden Pixel, sondern meine Pixel möglichst gleichmässig über die gesamte Fläche gesprenkelt. Das bitte ich zu beachten!

Besonders schön wäre es, wenn meine verteilten Pixel trotzdem als zusammenhängendes Bild erkennbar wären. Damit das gewährleistet ist, würde ich vorschlagen, exklusiv für meine Pixel die Farbe rot zu vergeben, und alle übrigen Pixel in dezenten Grautönen zu halten. Noch besser wäre es, wenn alle Pixel, die nicht mir gehören, unsichtbar wären. Dafür würde ich ggf. sogar einen kleinen Aufpreis bezahlen, aber bitte nicht mehr als 5 Prozent des ermässigten Grundpreises.

Gerne erwarte ich Ihr unverbindliches, bemustertes Angebot!

Hochachtungsvoll, Maximilian

lemming ·

Kurze Antwort im Moment 10 Euro (Pixelpreis = 1 Cent). Wobei du immer 10×10 Pixel abnehmen musst. Einzelne Pixel mit der Maus zu treffen ist nämlich etwas schwierig. Diese 10 10×10er Blöcke kannst du sprenkeln soviel du willst.

Deine Pixel kannst du knallbunt anmalen. Du kannst auch das Gatter, nachmalen und so tun als wäre die Fläche frei und da drin einen einzelnen roten Punkt (oder auch zwei, drei) setzen.

Maximilian ·

Nana, 10 Euro sind aber doch wohl der normale Preis. Ich habe nach Mengenrabatt gefragt! Ich hatte eher an 3-5 Euro für 1000 Pixel gedacht.

Und einzelne Pixel kann man sehr wohl mit Maus treffen, wenn der Anbieter eine Lupenfunktion bereitstellt. Aber bitte nur für meine Pixel, denn _die_ sollen schliesslich getroffen werden. Für eine Exklusivlupe würde ich noch 2 Euro drauflegen. OK, 3, ich will ja hier nicht den Schwaben geben…

Und wenn meine Pixel die einzigen bunten Pixel wären (exklusivbunt sozusagen), dann würde ich nochmal 2 Euro dranhängen, womit wir endlich bei den 10 Euro wären!

Wohin darf ich überweisen? Die Rechnung (unbedingt die Umsatzsteuer ausweisen) bitte an meine Geschaätsadresse und je eine Kopie an den Steuerberater und das Finanzamt schicken. Adressen folgen.

lemming ·

Sorry, 10 Euro für 1000 Pixel.

Dominik ·

Kann ich die Pixel im Nachhinein umfärben?

Maximilian ·

> Sorry, 10 Euro für 1000 Pixel.

Tja, wenn mein Angebot nicht gut genug ist, der Herr, dann werde ich halt jemand anderen mit meinen 5 Euro zum reichen Mann machen
Ciao, Maximilian

lemming ·

Daran habe ich noch gar nicht gedacht, Dominik. Also wenn’s nur einmal umfärben ist, dann ist’s ok. Ansonsten muss ich ja ständig rennen.

Patrick ·

kann dir keine mail an die adresse schicken. kriege von thunderbird und web.de:

pixel_for_sale@lemming.name: Recipient address rejected: Relay access denied (in reply to RCPT TO command)

lemming ·

Hoppla, das ist natürlich dumm. Postfix hat rum gespackt. Jetzt geht’s. Sorry für die Umstände Patrick.

at ·

“Freistellungsmerkmale”? Das will ich dir nicht wünschen. Du meinst “Alleinstellungsmerkmale” (”USP”), die mit Freistellungen $goetze sei Dank nichts zu tun haben.

lemming ·

Öhm ja.

Uwe Keim ·

Psssssst, ich VERSCHENKE Hyperlinks auf meiner Website. Wer einen Link will, sagen, koscht nix.

Er/sie kommt dann in eine sauber UL/LI und lebt glücklich und zufrieden bis ans Ende seiner/ihrer Tage…

g3no ·

das mit dem pixel verkaufen ist ja mal richtig in mode.

frank ·

Der Spiegel hat das Thema auch entdeckt:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,389294,00.html

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