Selten schafft es ein Roman hier auf diese Seiten. Und selten schafft es ein Roman von mir regelrecht verschlungen zu werden. Infernal von Greg Iles war solch ein Roman, den ich über die Feiertage hinweg mit Spannung gelesen habe. Iles schafft in seinem Buch Charaktere die einem ans Herz wachsen um sie dann zu quälen und vor den Augen des Lesers zu zerstören.
Jordan Glass eine Fotojournalistin die in ihrem Leben schon zig Kriegsschauplätze gesehen hat macht Urlaub in Hong Kong. Sie ist von ihrer Arbeit und von ihrem Privatleben, das in Trümern liegt, ausgebrannt. Als sie sich eine Kunstaustellung ansieht wird sie von den anderen Besuchern angestarrt. In einem Seitenflügel des Museum in dem sie sich befindet hängt ein Ölgemälde von ihr und einigen weiteren Frauen. Alle nackt und allem anschein nach tot. Jordan erkennt nicht nur sich in dem Bild wieder, sondern auch ihre, ein Jahr zuvor, verschwundene Zwillingsschwester Jane. Die Suche nach dem Mörder und Maler »der schlafenden Frauen« beginnt.
Wenn man diesen Roman liest kann man nicht anders als immer eine weitere Seite und ein weiteres Kapitel zu lesen, da man wissen will wie es mit Jordan weiter geht. Die vielen Dialoge bringen ein unheimliches Tempo in die Geschichte der mit einem Schlag aufhört. Das Ende — des Buches, kommt viel zu früh.

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