Frank hat sich schon darüber aufgeregt, nun bringt Usability Inside von Marcus Völkel Abhilfe. Die Rede ist von den Rattenschwänze die Outlook an jede beantwortete Mail hängt, die von einem Benutzer stammt, der keinen Microsoft-Mail-Client wie Outlook verwendet.
»AW: Re: AW: Re: Hallo, Welt!« ist da dann zu lesen. Grund: Microsoft hat bei der Lokalisierung seiner Mail-Programme zu viel Eifer an der falschen Stelle gehabt. Statt das Re, bzw. Fwd. nicht umzubennen, sondern so zu lassen wie es jeder Mail-Client (auch Deutschsprachig) handhabt, hat man etwas Eigenes fabriziert. Wie so oft.
Mittlerweile im Jahre 2004 angekommen, hat Microsoft noch immer nicht kapiert, dass die Betreffzeilen-Dialog-Eröffner »Re:« für Reply und »Fwd:« für Forward in ihren kaputten (deutschsprachigen) Mail-Clients Outlook, Outlook-Express und sogar in Entourage fälschlicherweise ins Deutsche übersetzt wurden.
Man könnte ja damit leben, wenn aus dem bereits gesetzten Re: ein AW: gemacht wird, was schätzungsweise die amerikanischen Programmierer gar nicht bedacht haben. Das erinnert mich an ein Zitat aus dem Film »Leben nach Microsoft«.
Wenn die Dealine näher rückt, dann werden unakzeptable Fehler plötzlich akzeptabel. Das hat was sehr beruhigendes
Noch was am Rande. Habe gerade auf N24 einen Werbespot von IBM gesehen. Ein aufgeregter Mitarbeiter der mit seinem Computer völlig überfordert ist, kommt zu seinen Admins. Er hätte einen Virus und gleich einen wichtigen Termin. Er macht sichtlich den Eindruck dass er die Hosen bereits voll hat und gleich in das hässliche Thinkpad beissen wird. Die Admins beruhigen in, er müsse nur den blauen Knopf drücken und alles sei wieder normal. (Das W-LAN aktiviert sich dann und löscht, schätzungsweise, die halbe Platte (weil ja die halbe Platte mit Viren belegt ist) und macht diesen Teil wieder mit Sicherheitspatches und Service-Packs voll. Und das alles in der Zeit bis der wichtige Termin ist). Den Abschuss bringt dann die Stimme aus dem Off. So sicher wie ein IBM-PC sei kein anderer Computer. Bitte im Comment-Bereich ablachen.

4 Kommentare
Warum Windows auf einem IBM PC sicherer sein soll als auf einem Dell kann ich nicht nachvollziehen.
Die Leute lieben Hardware Knöpfe, da die Windows Oberfläche so überladen und instabil ist, dass man Bildschirmknöpfe nicht findet oder nicht wieder findet. Deswegen haben Scanner viele Knöpfe mit denen man zum Beispiel das was im Scanner liegt direkt als E-Mail versenden kann.
Oder externe Festplatten bieten einen Knopf der automatisch eine Datensicherung durchführt. Es muss allerdings ein Treiber installiert werden. Und woher weiß der Knopf was er sichern soll? Ich halte nichts von Hardware-Lösungen da sie zu wenig Möglichkeiten bieten. Ein leicht zu bedienendes User Interface ziehe ich vor. da es viel mächtiger ist als ein einzelner Knopf.
Ich habe die Werbung heute noch einmal gesehen. Der letzte Satz wurde umgeändert. Die Werbung scheint urplötzlich nichts mehr mit Sicherheit Allgemein zu tun zu haben, sondern mit W-LAN allgemein. Aber warum der Virus der in dem Rechner des Mitarbeiters nun vor dem ach so sicheren Firmen-W-LAN zurück schreckt, weiss ich nicht. Meiner Erfahrung nach flippen Admins immer aus, wenn Aussendienstmitarbeiter ihre virenverseuchten Notebooks nach einem halben Jahr wieder ins Firmennetzwerk einbinden.
Ach ja, das mit den hardwareknöpfen. Das habe ich auch beobachtet. Das wäre fast ein eigenen Weblog-Entry wert. Ich habe im Geschäft auch eine Compaq-Tastatur auf der zehn Extra Knöpfe sind, mit denen man E-Mail, Internet, Suche, Copy, Paste und Cut hat. Wobei ich dafür plediere das die letzteren Drei sowieso in eine Tastatur integriert gehören. Wer verwendet heutzutage denn noch »Rollen«. Nicht einmal »Print« ruft den vermeintlichen Drucken-Dialog auf.
Tja, ich versende Post mittlerweile wieder offline