Paypal ändert seine Gebührenstruktur *gähn* und hat mich per E-Mail darauf hingewiesen. Da ich ohnehin denke, dass Paypal die Kohle von den Lebenden sowie von den Toten (wenn möglich) nimmt, bin ich bei so was ziemlich misstrauisch. Also klicke ich auch auf dem in der Mail angefügten Link um zu sehen, was denn nun die Änderungen sind.
Unabhängig von der neuen Gebührenstruktur hat mich der Link aber stutzig gemacht.
Bei einer Mail meines Chefs für das Paypal-Konto der Firma hat sich mein Verdacht bestätigt.
Das ist der Link, den ich erhalten hatte:
http://email1.paypal.de/u.d?BHuDngVgKj7fdWoZmf=1651
und dass ist der, den meine Arbeitgeber wenige Minuten später erhalten hatte:
http://email1.paypal.de/u.d?GHuDljNAKj7fdWoZmf=1651
Sieht ganz so aus, also ob Paypal trackt welcher Kunde sich für die neuen Gebührenstrukturen interessiert. Wenn ich den Link anklicke, bekomme ich dann neben den angezeigten AGB-Änderungen auch gleich automatisch ein Flag in der Datenbank gesetzt, in der ich als “schwieriger”, “unbequemer” oder “lästiger” Kunde gebrandmarkt werde?

6 Kommentare
Wow, das ist echt dreist, zum Glück habe ich nicht geklickt. Dachte eigentlich, dass die Mail Programme bei solchen Tracking-Links als Spam markieren. Hab ich da was falsch verstanden?
Für die Benutzer mag es “unpraktisch” sein aber für den Betreiber ist so ein Feature doch recht nützlich. Will damit Paypal nicht verteidigen, der Mutterkonzern hat eh genügend Dreck am Stecken aber ich finde das in Hinblick auf eine Marketingstrategie eher vernünftig, die Response der User zu tracken.
Imho machen das eh alle größeren Newsletter- /Mailing-Systeme.
Tracken wie viele klicken ja. Tracken wer klickt nein.
Dreck am Stecken ist ja gar kein Ausdruck!
Tracken wer klickt, wieso nicht? Klassifizierung nach Umsatz und Rating in bestimmte Gruppen. Machen doch Banken etc. auch. Je nachdem, wie gut / schlecht dein Score ist, entsprechende Mittel stellen sie dir zur Verfügung.
Da finde ich Google und ihre doppelte Auslieferung von Cookies nen Tick krasser. So kann man zwei Gruppen matchen und noch genauer steuern, wer was sieht.
Wie gesagt, es nützt alles nur immer dem jeweiligen Betreiber. Und je mehr es dies tut, desto gläserner wird man.
achja, @seo-Link
Tracking via Webbug (Bild im Quelltext eingebettet) funktioniert in den meisten neueren Mailprogrammen nicht mehr, dass stimmt. Das hier war ein “ganz normaler” Link, der halt entsprechend personalisiert für den jeweiligen User generiert wurde.
Ungesehen und unbekümmert Links anzuklicken ist heutzutage fast so gefährlich, wie zu fremden Männern in’s Auto einzusteigen!