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London plant Kameras mit Mikrofonen zu kombinieren

May 10, 2005

In London wimmelt es an jeder Straßenecke von Videokameras. Der Stadtrat von Westminster hat nun beschloßen die Kamerainstallationen mit Mikrofonen zu erweitern.
Ursprünglich wurden die Kameras installiert, um u. a. Terrorakte der IRA zu vereiteln. Die ständige Videoüberwachung hat sich bewährt. In den Gebieten in denen die Polizei ständig Einsicht hat, sanken Vandalismus und Kriminalität gravierend. Von einem Rückgang des Verbrechens insgesamt kann allerdings nicht die Rede sein - sie hat sich nur verlagert.
Man müsste meinen, man könne sich also auf Londons Straßen und Tubes besser, sicherer fühlen. Subjektiv gesehen, nein. Bei meinem letzten Tripp nach London, letztes Jahr fühlte ich mich ständig unbehaglich. Besonders in der Underground. Dort hingen knapp alle zehn Meter eine Kamera von der Decke und den Wänden. Ich erinnere mich, dass ich mich in Mile End hinter einer Wand versteckt hatte, nur um nicht schon wieder von einer Kamera gefilmt zu werden.
Die Vorstellung die Kameras könnten einen nun auch noch hören, lässt mich schaudern.

via Rabenhorst

8 Kommentare

martin ·

In der nächsten Ausbaustufe kommt dann ein Lautsprecher, mittels dessen Du über mögliches Fehlverhalten direkt zur Rede gestellt werden kannst.

DeadLegion ·

Erinnert mich ein wenig an City 17 bei Half Life 2… Fühlt man sich auch ein wenig beobachtet…

Frank ·

Warum hast du dich versteckt? Was haste hinter der Hauswand getrieben?

lemming ·

Ich habe auf einen Zug gewartet. Und ich fühlte mich beobachtet.
Ach ja, in der Tube gibt es keine Mülleimer.

Peter ·

Ich persönlich sehe das nicht so eng. Wenn ich mich beobachtet fühle, dann doch eher von den vielen Leuten, die zur Rush Hour in der Underground unterwegs sind.
Mikrophone? Kein Problem, die Tommies verstehen sowieso fast kein Deutsch..

at ·


Ach ja, in der Tube gibt es keine Mülleimer.

Ich dachte, die hielten dort im Minutentakt.

lemming ·

Hehe, der war gut at.

Frank ·

Das mit den Lautsprecehr ist eine gute Idee. Allerdings sollten davor alle einen RFID-Chip haben. Dann kann man gleich denjenigen mit dem Namen ansprechen…

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