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If you live each day as it would be your last…

January 27, 2009

…some day you’ll be right.

Vor kurzem hatte ich mit einer Krankenschwester ein interessantes Gespräch, als sie sich über ihren Beruf beschwert hat. Nun, Krankenschwester wird man mit Absicht und nicht durch Zufall möchte ich meinen. Die Dame war offensichtlich mit Ihrer Berufswahl nicht glücklich und äußerte dies mir gegenüber. Tröstete sich sogar mit dem Satz

Egal. Arbeit muss nicht Spaß machen

Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben!

Don’t live the life of someone else.

Wenn niemand Spaß an seinem Beruf hat, dann soll er - solange er die Möglichkeit und auch die Eier in der Hose hat - das was ihm Spaß macht, zu seinem Beruf auserkoren. Das Wort Beruf kommt nicht von ungefähr, es kommt von Berufung. Ich bin zum Glück in der Position mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Aber wer mit seiner Berufswahl nicht glücklich ist, der verschwendet sein Leben und begeht ein Verbrechen an sich.
Meiner Meinung nach kann man in dem was man gerne macht auch nur richtig, richtig gut und somit erfolgreich sein. Fehlt die Leidenschaft, dann fehlt auch der Ehrgeiz es besser als andere zu machen.
Und ja, ich identifiziere mich mit dem was ich tue zu 100%, vielleicht sogar noch mehr. Das wird von vielen oft pauschal verdammt. Aber ist das wirklich schlimm? Nein, weil genau ich mein Beruf sein will. Jeder arme Tropf der sagt, man solle nicht leben um zu arbeiten, hat seine Berufung verfehlt und wird weniger glücklich sterben als ich.

5 Kommentare

Usul · January 31st, 2009 at 1:19 pm

Das mag zwar alles richtig sein, was du da schreibst, aber ich glaube, praktisch wird es nicht funktionieren, wenn es jeder so durchzieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es genügend Leute geben würde, welche Berufe wie Müllfahrer, Metzger, Bestatter usw. als ihre Leidenschaft ansehen und diese deswegen ergreifen würden, sondern viele tun es aus anderen Motiven heraus, ganz vorweg schlicht Geld. Gut, bei Dingen wie Bestattern gibt es noch andere, höhere Motive (jemanden in der Stunde des Schmerzes helfen (den Hinterbliebenen) usw., aber bei vielen, vor allem stupiden Dingen kann ich mir kaum jemanden vorstellen, der das als Berufung sieht. Aber jemand muss es tun, und wenn es des Geldes wegen ist, so sei es.

lemming · January 31st, 2009 at 1:41 pm

Richtig, Recht hast du. Incentivierung durch Kohle oder viel Freizeit ist ein guter Punkt um auch weniger tolle Jobs wieder attraktiv zu machen. AFAIK verdienen Müllmänner überdurchschnittlich gut.
Bei Krankenschwestern sollte dies auch so sein!
Ich für meinen Teil könnte mir auch vorstellen Pizzaausfahrer (kein Scherz) in Manhattan zu sein. Auch das würde mir Spaß machen und ist nicht unbedingt die highly sofisticated Tätigkeit schlechthin.

bebberle · January 31st, 2009 at 2:35 pm

Sehe ich auch so, das beste Verhältnis an Selbstverwirklichung(Happyness)/Pflichten wird es machen. Zur Selbstverwirklichung gehört allerdings auch eine wichtige Eigenschaft: Mut dich zu zeigen. Mir würde auch Bier zapfen mächtig Spaß machen. Nur gilt obige Formel auch langfristiger, und plötzlich fallen monetäre Größen (Pflichten) wieder stärker ins Gewicht. Toll natürlich wem es gelingt mit seiner Leidenschaftlichen Tätigkeit seinen Lebensunterhalt “+X” zu schaffen. Schöne Geschichte hierzu: http://www.youtube.com/watch?v=_AQtNaxJ8Ok

martzell · February 2nd, 2009 at 4:07 pm

Manchen Leuten macht nichts Spaß. Was sollen die tun?

lemming · February 2nd, 2009 at 4:43 pm

Tod umfallen?
Keine Ahnung. Ich überlege mir noch eine Antwort.

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