Als 1981 Chris Espinosa für den ersten Macintosh die Betriebssystemkomponente Quickdraw dokumentierte, wollte er ein kleines Programm mit Quickdraw programmieren. Espinosa kreierte das erste kleine Macintosh-Programm - einen hässlichen kleinen Taschenrechner.
Steve Jobs selbst war von dem Taschenrechner, den Chris in wenigen Stunden zusammengebastelt hatte, so begeistert, dass er tatsächlich mit der ersten Version des Macintosh ausgeliefert wurde.
Seit diesen Tagen gehört ein Taschenrechnerprogramm stets zur Grundausstattung eines jeden Betriebssystems.

Meiner Meinung nach der absolute Bockmist! Klar, Chris Espinosa und Steve Jobs waren von den neuen Möglichkeiten einer GUI elektrifiziert, so dass sie dieses kleine Programm als Metapher zu einem echten Taschenrechner toll fanden.
Mittlerweile ist die GUI auf dem Computer über 20 Jahre alt und es ist absolut nichts Reizvolles mehr dabei, einen Taschenrechner auf einem Bildschirm zu bedienen!
Als ich das erste Mal selbst mit Windows 3.11 in Berührung kam - das war auf dem IBM 386 meines Vaters - fiel mir der Taschenrechner auf, der mit wissenschaftlichen Funktionen überladen war. Schon damals mit zarten 11 Jahren war mir auf Anhieb klar, für was die Software da war. Die Metapher war perfekt. Aber mir wollte schon damals nicht in den Sinn, warum man einen Highend-Computer wie einen Taschenrechner bedienen musste, anstatt wie in Star Trek den Bordcomputer, der auf alle Fragen eine Antwort wusste.
Seit heute gibt es eine neue Version der Alternative: Desargues in der Version 2.0 von einem Kollegen und mir bei zeta software programmiert.
Mit Desargues kann man in einem mehrzeiligen Textfeld Formeln ausrechnen. Die Formeln gehen nicht verloren, sie können überarbeitet und dann erneut ausgerechnet werden.
Die Idee ist so simpel und trotzdem so mächtig, dass es Leute gibt, die mit meiner ersten Version von vor fünf Jahren noch arbeiten.
Desargues ist mir ein täglicher Helfer, und mit seiner neuen Variablenfunktion lebt es sich als Programmierer noch leichter.
Hier ein kleines Beispiel, wie man eine Dreisatzaufgabe in Desargues lösen kann:
Frank hat auch schon berichtet. Danke.


9 Kommentare
Is ja geil. Herzlichen Glückwunsch!
Wie hast Du das denn umgesetzt? Baust Du Dir einen eigenen Stack auf?
Du meinst wie die umgekehrte polnische Notation? Ganz so läuft’s nicht. Das Rechnen übernimmt eine magische Klasse - die nicht von mir ist
Ich will ein Widget fürs Dashboard…
Klasse Tool!!!
Gestern entdeckt und gleich mal installiert. Komischerweise meldet das Tool beim ersten Starten, dass eine neuere Version zur Verfügung steht und ob man diese Downloaden möchte. Obwohl ich die Version vor 2 Minuten aus dem Internet heruntergeladen hatte.
Abgesehen davon ist der Rechner ein sehr feines Tool, werd ich nicht mehr hergeben
Nee Thilo, die Notation meinte ich nicht (zumindest nicht in der Form, in der ich sie kenne).
Ich habe mal ein kleines Tool geschrieben, welches Terme mit beliebiger Verschachtelung (Klammern) zusammen mit den 4 Grundrechenarten berechnen konnte. Bei der Berechnung muss natürlich die Reihenfolge der Klammerung und die Priorität der Operanden beachtet werden.
Das Tool hat erst mal den den Term zerlegt, die Operationen analysiert und die Komponenten in der richtigen Reihenfolge auf einen Stack gelegt. Dieser Stack wurde dann abgearbeitet und.. Voilà. Schade, dass man sich solche Quellcodes nie aufhebt…
So langsam gehts ja in die richtige Richtung. Persönlich gefällt mir http://www.speqmath.com/ immer noch besser, da auch Desargues 2 ein paar Fehlerchen hat. An deiner neuen Version gefällt mir sehr gut, dass Variabledefiniton nicht “geechoed” werden und das man auch Kommentare ohne Escapezeichen eingeben kann.
Folgende Problematiken sind mir aufgefallen:
- Ich habe bei der Installation “Deutsch” angewählt (oder vertausche ich das gerade mit nem anderen Tool?) und der Installer brabbelt fröhlich auf Englisch weiter.
- Der Start war recht lahm. Kann aber auch an meinem Rechner gelegen haben
- Beim start meldete es eine neue Version und leitete mich zu einer Webseite weiter. Dort lud ich die “neue” Version runter. Beim Anklicken des Installers hatte ich die Möglichkeit das Tool zu deinstallieren, reparieren, etc. An der Updatefunktion muss wirklich noch gefeilt werden!.
- Variableübergaben an andere Variablen sind nicht möglich:
hallo = 1
hallo2 = hallo
hallo + hallo2 = 1
Ansonsten: Weiter so!
Danke fürs Feedback, Engel!
Die Update-Funktion meldet fälschlicherweise eine neue Version, obwohl es keine gibt. Mein Fehler!
Es gibt in diesem Fall nur “Reparieren” und “Deinstallieren”, weil es eben KEIN neues Setup ist sondern das für die aktuelle Version.
Werde ich zukünftig aufpassen, dass das besser wird.
Verbietet man dem Rechner nach Hause zu telefonieren gibt es eine fette Exeption und dann ist Ende Gelände. Schade.