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Kündigungen

July 13, 2004

Den Hickhack den ich und meine Kollegin in letzter Zeit mit Kündigungen haben, ist unerträglich. Als ich meine Domain lemvista.de verkaufen wollte, dachte ich noch lange nicht daran in was für einen Stress das ausarten könnte. Der neue Domaininhaber stellte einen KK-Antrag an meinen Provider 1&1, dieser hätte mich nun informieren müssen, dass dieser eingegangen sei und mich fragen ob man diesen statt geben soll. Aber machten sie nicht. Als ich nach geraumer Zeit ‘mal selber nachhakte, bekam ich die Information - entgegen meiner eigenen Meinung - dass der Provider des Käufers, HostEurope, mich zu kontaktieren hat. Nachdem sich diese Information als falsch herausstellte, folgte wieder ein Anruf bei 1&1. Man bräuchte die Bestätigung von mir schriftlich. Also faxte ich formlos eine Bestätigung in der ich dem KK-Antrag statt gab. Wieder tat sich nichts. Nun wollte ich einen höhere Instanz einschalten und rief bei der DeNIC an. Dem netten Mitarbeiter am anderen Ende hörte man an das er bei den Worten »Eins und Eins« die Augen verdrehte. Er offenbarte mir das für die Domain ein KK-Antrag gestellt worden war. Dieser aber in der Luft schwebe, da die Domain zum CLOSE stehe. Sprich, sie wird gerade gelöscht. Panik! Schweissausbruch. Apfel+Z, Alt+Z! Der DeNIC Mitarbeiter beruhigte mich. Bei einem CLOSE würde die DeNIC mich schon nochmal schriftlich fragen ob das stimmt. Also CLOSE entfernt. Dem KK-Antrag sollte ich nun über Schlund+Partner, dem Lizenzvergeber von 1&1, statt geben. Erst dadurch wechselte die Domain seinen Besitzer. Meiner Kollegin geht es gerade ähnlich. Sie wollte ihre Krankenkasse wechseln, von der Barmer zu irgend einer Günstigeren. Die Barmer schickte ihr letzten Monat eine Kündigungsbestätigung, die sie dringend für die neue Krankenversicherung benötigte. Leider die Falsche. Es mußte eine Kündigungsbestätigung in einem bestimmten gesetzlich vorgeschrieben Format sein. Sonst wäre der Wechsel nicht rechtlich. Die Barmer zickte und schob die Schuld der neuen Krankenkasse zu. Die wollen ja schließlich keine neuen Mitglieder etc. Schlussendlich lies sie sich daraufhin so lange Zeit die Richtige zu schicken, das meine Kollegin schon wieder einen Monat bei der Barmer versichert war und aufgrund der Kündigungsfrist einen weiteren Monat warten mußte. Märchen und Widersprüche die ihr die Barmer auftischte, waren so haarsträubend, das meine Kollegin nur noch mit dem Anwalt droht. Erst jetzt bekommt sie ihr Formular frisstgerecht. Ich schätze jetzt einfach mal das bei zehn Leuten, bei denen 1&1, bzw. die Barmer, das selbe Spielchen spielt, neun schon nach dem ersten und mindestens beim dritten Telefonanruf die Schnauze voll hat und weiterhin bei 1&1, respektive der Barmer, bleiben.

1 Kommentar

Xray ·

Barmer ist mir auch passiert.

Die sind per Gesetz verpflichte innerhalb von 14tagen zu antworten. Ich würde gerne Fälle sammeln um zu wissen wie oft sie das machen.

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