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Bedienungsmängel bei DVD-Rekordern. Anwender sind überfordert

January 14, 2005

In einer der vielen ComputerPartner, Computer-Woche und Partner-Network-Zeitschriften die hier jeden Monat meinen Schreibtisch verstellen ist auch der eine oder andere interessante Artikel zu finden.
In der aktuellen ComputerPartner findet sich auf Seite 29 der Artikel »Bedienungsmängel bei DVD-Rekordern. Anwender sind überfordert«.
Meiner einer ist schon vom Programmieren eines gewöhnlichen VHS-Rekorders überfordert. Selbst mit Showview. Die Testpropanden der Zeitschrift »Video«, über den der Artikel handelt, ging es ähnlich.

Die Basisfunktionen zu nutzen -sprich: einen Film aufzunehmen - gelang allen Testpersonen. Harrig wurde es dann, wenn die zahlreichen Zusatzfunktionen genutzt werden sollten. Deutlich fiel demnach auch die Kritik aus: Fernbedienung, Handbuch und Menuführung überforderten viele. (…) Nicht allen gelang es, einen Film mit der Zeitprogrammierung aufzuzeichnen

Auch Timeshift wurde in den Handbüchern schlecht erklärt und war somit für manchen Probanden ein Rätsel.

Selbst das Kopieren eines Films von der Festplatte auf eine DVD gelang nur der Hälfte der Teilnehmer. (…) nur der Hälfte der Tester gelang es, einen Werbeblock zu entfernen.

Bei Geräten die von 1.100 bis 1.800 Euro kosten kann man sicherlich mehr erwarten. Nachholbedarf ist nötig. Mit Timeshift und integrierter Schneidefunktion hat man sicherlich einiges mehr an Funktionen wie bei herkömlichen VHS-Geräte, die mir schon Kopfschmerzen bereiten. Eine ausgeklügelte Bedienerführung ist bei einer Steuerung mit der Fernbedienung das A und O. Wie das auszusehen hat, weiß ich nicht. Ich habe bis jetzt nichts gesehen das mich überzeugt hätte.

4 Kommentare

Angels ·

Bedienkomfort hin und her: Wozu braucht man einen DVD-Recorder für den Fernseher?

Die Filme die im Fernsehen laufen bekommt man meistens auf DVD für den Bruchteil der Kosten/Kostenaufwand eines solchen Gerätes und meistens in bessere Film- und Tonqualität.

Für Dokumentationen, u.ä. wäre es für diverse Leute gewiss interessant - aber lohnt sich dafür solch eine kostspielige Anschaffung?

frank ·

Also ich finde die Dreambox klasse.
1. Den Sender auswählen.
2. EPG öffnen.
3. Sendung auswählen
4. 2x grüne Taste drucken

fertig. Box schaltet automatisch um bzw. an und geht danach in Standby. Danach ist der Film im Dateimodus verfügbar. Während der Aufnahme können Sender des gleichen Bougets angeschaut werden. Andere stehen sinniger weise garnicht erst zu Auswahl.
Geschnitten wird am Mac, sowas ist am TV mit Fernbedienung immer umständlich. Deshlab hat die Dreambox eine Ethernet-Schnitte. Andere haben keine (?) oder USB1 (bäh).

martzell ·

TV-Server, Tivo und ReplayTV lassen sich so gut bedienen, dass die Hersteller auf ihrer Website die Bedienung sogar mit interaktiven Flashfilmen demonstrieren. Das ist sehr überzeugend.

Das sind aber auch Marken mit vielen Mitarbeitern aus dem IT-Umfeld. Die Sony, JVC etc. Ingenieure kümmern sich nach wie vor nicht um Usability und entwerfen Fernbedienungen mit winzigen Tasten schachbrettartig angeordnet. Nur der Ausschalt-Knopf ist abgehoben und am einfachsten zu erreichen. Wie dumm.

Es müssen gar keine DVD-Rekorder sein, die nerven. Schon stinknormale DVD-Spieler sind das reinste Ärgernis. Auf die meisten Benutzereingaben reagieren sie mit “VERBOTEN!” Z. B. gestern beim Versuch die Sprache einer Kauf-DVD direkt auf deutsch umzuschalten. Ich war gezwungen das schlecht zu bedienende Menü zu benutzen. Wie ich diese ineffizienten Menüs hasse.

Sendezeiten-unabhängiges Fernsehen in DVD-Qualität (sprich digitales Fernsehen mit Festplatte) ist was feines. Manche Sachen möchte ich dann auch archivieren auf DVD. Aber erst nachdem ich die Werbung bildgenau rausgeschnitten habe.

Am besten vom Sofa aus einfach auf der Fernbedienung “Ab hier löschen” und “Bis hierhin löschen” drücken und dann noch eine Vorschau gezeigt bekommen wie es gelöscht aussieht. Mit der Möglichkeit auch während der Vorschau Lösch-Anfang und Lösch-Ende bildgenau zu verschieben.

Frank, ich fände das mit Fernbedienung und ohne Maus viel einfacher als
- das PowerBook zur Dreambox zu tragen (warten bis das PowerBook hochgefahren ist) und zu verkabeln,
- die Filmdateien rüberzukopieren (warten bis fertig kopiert),
- warten bis Film in MPEG-TS-Schneideprogramm geöffnet ist (sofern vorhanden, ansonsten Filmmaterial konvertieren)
- mit der Maus Kilometer zurückzulegen (Computermaus und grafische Oberfläche sind grundsätzlich ineffizient, nach Jeff Raskin, deshalb haben Videorekorder, Fernseher, Audio-Anlage usw. zum Glück noch kein Point-and-Click-Bedienkonzept.)

martzell ·

Frank, trotzdem, wenn in den nächsten Jahren kein gescheiter Digital-Sat-Empfänger mit Festplatte, bildgenauem Videoschnitt und DVD-Brenner rauskommt, hole ich mir auch ein Dreambox.

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