Die Serie zur Klärung der Computergeschichte wird fortgesetzt.Nur dieses Mal werde ich keine grafische Oberfläche oder einen speziellen Computer vorstellen, sondern die Geschichte von Unix und wie Microsoft es schaffte diesen Markt zu revolutionieren.

1969 programmierte Ken Thompson in Assembler auf einer DEC PDP-7 das erste Unix. Ein Nachfolger von Multics, einem (raltiv) gescheiterten Projekt des MIT, General Electric und AT&T. Ziel von Thompson war es ein wenig Textverarbeitung zu betreiben und herum zu spielen. Drei Jahre später wurde damit begonnen Unix von Assembler in C umzuprogrmmieren. Die ersten Versionen wurden kostenlos an Universitäten verteilt - aus Ihnen entwickelte sich später die BSD-Linie auf die Mac OS X heute aufbaut. Die Bell Laboratories von AT&T, die einstigen Entwickler von Multics wurden auf Unix aufmerksam und übernahmen Thompson und seine Arbeit. Unix war in den späten 70igern das Betriebssystem für Großrechner schlechthin. Die damals noch junge Firma Microsoft, die ihr meistes Geld mit dem Betriebssystem DOS Ampelprogrammierung und Textverarbeitung auf dem Macintosh machte, begann mit der Arbeit an einer eigenen Version von Unix auf Basis der Version 7 der Bell Laboratories. Am 25. August 1980 erschien Xenix von Microsoft. Es sollte nach Plänen von Microsoft das Standard-Betriebssystem für PCs werden. Die Rechnung ging allerdings nicht auf, da zur damaligen Zeit eine Festplatte ca. 10.000 Mark kostete, die aber Vorraussetzung für Xenix war. Dazu kam noch das Xenix 256 KB RAM benötigte, IBM PCs aber nur mit 32 oder 64 KB ausgeliefert wurden. So blieb Xenix nur Großrechnern vorbehalten und DOS übernahm die Personal Computer. Bereits 1983 spaltete Microsoft seine Xenix Abteilung ab und nannte sie fortan SCO. SCO Unix wurde das erfolgreichste Unix. Siemens lizensierte von SCO eine Version für ihr eigenes Betriebssystem Sinix. Xenix wurde 1.000fach in Banken und Industrie als Server und Timesharing-System eingesetzt. In der frühen Vergangenheit sorgte SCO, die noch die Rechte an Xenix und einigen anderen Unix-Teilen besitzt, für aufsehen, als sie der Linux-Gemeinde vorwarf, Teile von Code aus dem Linux-Kernel sei aus einer SCO-Unix-Version.

2 Kommentare
Unix war in den späten 70igern das Betriebssystem für Großrechner schlechthin. Die damals noch junge Firma Microsoft, die ihr meistes Geld mit Ampelprogrammierung und Textverarbeitung auf dem Macintosh machte […]
In den späten 70igern gab es noch keinen Macintosh. Dass MS jemals mehr Geld auf dem Macintosh gemacht hat als MS DOS einbrachte glaube ich nicht.
Stimmt, da gab es noch keinen Macintosh. Der kam erst später. Dann waren es nur die Ampelschaltungen.