Wer einen Google-Account besitzt und auch mal auf google.com sucht, dem ist in den letzten Tagen eine kleine Neuerung bei den Suchergebnissen aufgefallen. Neben den Ergebnissen von weniger starken Seiten sind kleine Buttons. Ein “X” zum Löschen des Ergebniseintrags aus den Suchergebnissen, ein “Up” um die Position nach oben zu verändern und ein “Comment”.

Mit diesen Tools kann jetzt ein Google-Account-User seine SERP komplett umbauen und seine Suchergebnisse zu einem Keyword, seinen Vorstellungen anpassen.
Jetzt ist die Frage ob sowas übrhaupt für den User sinnvoll ist, schließlich gibt es Bookmarks und auch Bookmark-Dienste. Wer da keinen Mehrwert drin seiht, der vergisst das große Ganze dahinter:
Evtl. könnte Gogole dahin tendieren und durch User gepushte Seiten könnten in den organischen Suchergebnissen steigen und weniger wertvolle, bis nutzlose Seiten, fallen ab. Somit liegt der Ball wieder bei den SEOs, die mit ihren Seiten einen echten Mehrwert anbieten müssen, damit Leute diese Seiten pushen und zumindest nicht kicken. oder sich 1.000 Google-Accounts besorgen und darin kräftig Ergebnisse umbauen.
Auch möglich das die Kommentare in den Suchergebnissen von allen usern direkt eingeblendet werden könnten. Eine Art Qype für internetseiten direkt auf Google. Oder dass man sich via Chat mit anderen Users unterhalten kann, die im Moment das gleiche suchen. Die sog. SearchParty, die einst Seth Nickel auf der Gnome Developer Conference in Stuttgart propagiert hat.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Google könnte da einiges daraus machen und evtl. sein Zugpferd, die Google-Suche weiter ausbauen und seinen Vorsprung sichern. Denn wer mal bei live.com sucht, der vermisst kaum etwas - außer evtl. einer Seele.

2 Kommentare
Egal wie man es dreht, es öffnet Tor und Angel für Missbrauch. Ich bin nicht der Meinung, dass so eine große Plattform wie Google, sich dahingehend öffnen sollte, User entscheiden zu lassen, was wichtig ist und was nicht. Bzw. nur in begrenztem Umfang.
Ich bin eher der Meinung, dass User lediglich das Semantische Web fördern sollten, denn uns wächst der alltägliche Informationswust über den Kopf.
Eine entsprechende Verschlagwortung und somit immer detaillierter verlinkende Gruppierung von Suchergebnissen, hin zum “perfekten” Suchergebnis, halte ich für wesentlich sinnvoller, als Leuten mit viel Geld die Möglichkeit zu bieten, ihre Seite noch einfacher zu pushen. Jemand der im Monat 30k EUR ausgeben kann, kann mehr Praktikanten in Rumänien beschäftigen, die über kleine Botnetze und verteilte Proxy-Farmen Clickfraud durchführen, als jemand der dieses Geld nicht aufbringen kann.
Hinweis: Meine Aussage basiert lediglich auf der theoretischen Möglichkeit, Google würde die User entscheiden lassen.
Nur eine Theorie, ja. Aber lange wird es icht dauern, bis e eben jene Gerüchte geben wird, dass ein gepusshtes Ergebniss besser rankt, als ein gelöschtes usw.
Keine Ahnung welche Strategie Google mit diesem Schritt verfährt und sei es nur um allen zu sagen. Schaut her, wir opfern auch das goldene Kalb (oder goldene Gans) und es macht uns gar nichts aus.
Was ist denn nun eigentlich der USP den so eine Funktioni bietet, wenn nicht dass User anderen Usern helfen bessere Suchergebnisse zu bekommen???