Im Linuxlog, auf das ich eigentlich erst über den Blog von Martin Schmitt aufmerksam wurde, erschien ein Artikel – Linux vs. OS X. Der Autor, David, hatte sich ein Power Mac mit 1,8 GHz über ebay gekauft, wie aus dem Artikel und den anschließenden Kommentaren zu entnehmen ist.
Nachdem er die neusten Updates installiert hatte, wollte das Mac OS X neu booten. So ein Verhalten, würde er nur von Windows kennen. Recht hat er. Er fragte sich, basiere Mac OS X denn nicht auf Darwin Linux? Die Antwort lautet – Nein, mit einem energischen Kopfschütteln. Mac OS X hat Darwin als Mach-Kernel und der entstand aus FreeBSD.
David hatte mit seinem Mac noch viel mehr Schwierigkeiten. Zum Beispiel scheiterte er beim Installieren von Mozilla in das Verzeichnis /opt/mozilla. Auch beim Verschieben von Mozilla.
Das Anlegen von /opt und dem Unterverzeichnis /opt/mozilla schien ja geklappt zu haben, warum er dann einen cp-Befehl nicht bedienen kann ist seltsam.
Entsetzt war er auch, dass es nur EINE Konsole gibt. Wobei ein beherztes Apfel+N ihm ein neues tty geöffnet hätte.
Damit niemand den Artikel falsch versteht, stellt David im Artikel noch richtig, dass er mit »Fensterdock«, »diese Menuleiste die oben eingeblendet wird« meint. In stört es übrigens, dass sie sich »nicht verschieben/vergrößern/verkleinern/ausblenden lässt«. Warum auch immer.
Als Kommentar stellt David dann noch selber fest
»Der Artikel ist nicht besonders technich, tiefgründig, es gab sicherlich auch andere Beweggründe für mich den mac auszuprobieren als das Design, aber ich wollte euch nicht langweilen«.
Das hast du sicherlich nicht, David. Nicht mit den Erlebnissen die du mit deinem PowerMac sammeln konntest.
Ach ja, im Linuxlog schreiben mehrere Autoren, nicht nur David.

6 Kommentare
Irgendwie kann ich Deine Abkanzelung von David nicht witzig finden. Seinen Beitrag finde ich qualitativ besser als Deinen. Übrigens: was spricht dagegen, “Fensterdock” zu erläutern?
Ich dachte erst es wäre Satire?!
Als Mac-Neuling habe ich aber an verschiedenen Stellen auch so meine Schwierigkeiten. Als Beispiel: Unter Windows und Linux kann ich im Firefox mit der mittleren Maustaste Tabs öffnen und schliessen. Das finde ich sehr angenehm. Unter Linux (Gnome) kommt noch das Feature hinzu das ausgewählter Text automatisch in der Zwischenablage landet und per mittlerer Maustaste wieder eingefügt wird. Das sind Kleinigkeiten - an die man sich halt gewöhnt hat.
Genauso schnell gewähnt man sich aber auch an zuverlässige Tastaturbelegung. Befehlstaste+Q beendet Programme, Befehlstaste+W schliesst Fenster und Befehlstaste+N öffnet neue Fenster. Selbst der gVIM scheint angepasst zu sein um mit Apple-Shortcuts zu laufen.
Das erste was ich mit einem neuen Rechner (egal welches OS) mache ist mir gewisse Programme zu suchen, ein Mailprogramm (Thunderbird), ein Browser (Firefox) und ein Messenger (GAIM/Adium). Das sind glücklicherweise Programme die es für nahezu jede Plattform gibt.
Den Firefox bevorzuge ich zur Zeit gegenüber Safari wegen des Adblock-Plugins, welches das Surfen für mich deutlich angenehmer gestaltet indem es mir die Möglichkeit gibt Werbung auf Webseiten auszublenden.
Bei Office-Programmen bin ich sehr anpassungsfähig, ob MS-Office, OpenOffice oder iWorks ist mir egal. Meinen Bedarf decken die alle ab.
Man muss sich einfach nur die Zeit nehmen und sich mit der Materie auseinander setzen. Für mich ist es nicht ganz so schwer, da ich früher schon mit MacOS 7.5.3 zu tun hatte. An manches erinnert man sich, an vieles leider nicht - es hat sich halt auch viel geändert. Nach einer Woche mit dem Mac Mini komme ich aber schon sehr gut klar. Jetzt muss ich nur noch Zeit finden mich mal mit dem Unix-Kern zu beschäftigen, da vieles doch etwas anders aussieht als unter Linux.
Eine Frage zum Schluss: Ist der GCC und andere Entwicklungstools (make etc.) eigentlich irgendwo vorhanden? Ich will demnächst ein paar Perl-Module via CPAN installieren und einige benötigen sicher Zugriff auf diese Tools.
Viele Grüße,
Ronnie
@Ronnie
Also der gcc wird meines Wissens nach zusammen mit den Developer Tools installiert (sollten jedem neuen Mac auf CD/DVD bzw. schon irgendwo irgendwo in /Applications/ zur Installation bereit liegen). Make sollte glaub ich von Haus aus auf jedem Mac OS X - Rechner funktionieren (zumindest hab ich es schon mal ausprobiert und es hat funktioniert).
Ronnie, der Rene hat recht. Die Entwickler-Tools liegen auf der Panther-DVD mit bei, oder wurden bereits auf deine Platte kopiert. Sie befinden sich dann in /Applications/Installers/Developer Tools/Packages.
Dir, Rene, übrigens ein allerschärftes Willkommen.
Hallo René und lemming,
ich werde es gleich heute abend mal ausprobieren. Ich programmiere hin und wieder kleinere Webapplikationen mit perl und bin gespannt ob alles unter MacOS X läuft wie gewohnt.
Vielen Dank,
Ronnie
Es ging Apple nie darum, Mac OS X in ein Unix/Linux Derivat zu verwandeln.
Man wollte den Anwendern lediglich ein möglichst stabiles System an die Hand geben, um das sie sich nicht weiter kümmern müssen (mal abgesehen von der Mac OS X Sever Edition).
Daher liebe Unix/Linux Irren: Bleibt bitte bei Euren Kisten!