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Switch now!

September 08, 2004

Warum sollte man überhaupt jemand zum Switcher machen? Dem Selbstfrieden willen. Mit seinem Mac kann man so allerlei tolle Sachen machen, ohne wirklich Plan von der Marterie zu haben. Das wissen aber die lieben Verwandten und Bekannten nicht. Für die ist man der Gerätemanager, der ganz viel weiß und ganz tolle Dinge mit seinem Computer macht. Wenn einem die eigene Freizeit lieb ist und man nicht ständig bei den lieben Familienmitgliedern das Windows zum Xtenmal neu installieren will oder schauen warum dies oder jenes urplötzlich nicht mehr geht, dann sollte man daran gehalten sein diese Leute zu »bekehren«. Man tut sich nur selber einen Gefallen damit.
Jemanden zum Mac zu konvertieren ist jedoch keine leichte Sache. Man verlangt von so einem Menschen seine lieb gewonnenen Gewohnheiten aufzugeben und von fast ganz vorne zu beginnen. Noch dazu muss er viel Geld ausgeben. Das kann mitunter ein schwieriges Unterfangen werden. Man sollte sich genaustens überlegen, ob man sich diesen Kraftakt antut. Zunächst gilt es einen potenziellen Switcher zu erkennen. Dazu sollte es eine Basis geben für die der Mac bestens geeignet wäre. Computerspiele sind auf dem Mac weniger vertreten, daher macht es keinen Sinn das ein leidenschaftlicher Zocker seinen Computer durch einen Mac ersetzt. Keinen Sinn macht es zudem wenn es sich um einen Heimarbeitsplatz mit irgend einer speziellen Software handelt. Zum Beispiel, wenn mit einem CAD-Programm eines Architekten gearbeitet wird. Sind die Hauptaufgaben des Computers Textverarbeitung, Internet-Recherche, Urlaubsfotos oder -videos bearbeiten und irgendetwas Gestalterisches, dann ist doch der Mac absolut predistiniert dazu. Mütter, Väter und Großeltern sind die perfekten Switcher. Auf keinen Fall sollte man das Thema selber anschneiden und von seinem Mac schwärmen. Nicht über Probleme des PC-Besitzers schmunzeln, sondern ihm helfen. Meist begehen PC-Besitzer den Switch indem Sie die Einfachheit eines Macs beiläufig mit bekommen. Evtl. Beim Urlaubsbildervortrag in dem iPhoto mit seinen tollen Übergängen und Möglichkeiten vorkommt. Beeindruckt von Expose beim über die Schulter schauen. Vielleicht von iTunes auf dem eigenen PC. Vom iPod den man mal als Festplatte ausgeliehen hat. Es ist unglaublich wichtig das der potenzielle Switcher von alleine merkt dass Äpfel nicht gleich Birnen sind. Sobald man anfängt von seinem Mac zu schwärmen werden Leute argwöhnisch, skeptisch und voreingenommen. Man darf diesen Vorgang nur passiv unterstützen. Vorurteile müssen entkräftet werden. Keine Software für den Mac? 12.000 Anwendungen, kann man runter laden auf versiontracker.com. Sogar Microsoft bietet sein Office für den Mac an. Das beste Office das es auf der Welt gibt. AppleWorks kommt bei der iLine sogar gratis mit. iLife und das restliche Softwarepaket eines Macs ist unanschlagbar und verhältnismäßig günstig. Ist doch alles inkompatibel? Von wegen! SMB kann mein iBook mit einem Linux-Rechner besser als Windows das mit einem anderen Windows-Rechner kann. Sogar die Standards werden unterstützt die eindeutig ein Krampf sind (LDAP). Für den Weltfrieden! Hat doch nur eine Maustaste? Natürlich, das Betriebssystem ist auf nur eine Maustaste ausgelegt. Wer eine zweite Maustaste verwenden will, der kann auch eine Zwei-, Drei- oder 1000-Tastenmaus anschließen. Ist doch viel zu teuer? Richtig, ist teurer als das Sony-Vaio mit Windows XP - jetzt. Aber schauen wir mal was in zwei Jahren ist. Dann kann man das iBook für doppelt soviel verkaufen als das Vaio.

6 Kommentare

Frank ·

Microsoft hat nicht das beste Office.. M$ meint “das beste Office, das M$ anbietet, ist das für den Mac”. Kleiner Unterschied

lemming ·

Also ich muß sagen das ich von Entourage echt begeistert bin. Das mag seltsam anmuten, wenn man meine Hasstiraden gegen Outlook auf meinem Weblog mit verfolgt.

Was denkst denn du, was das beste Office ist?

martzell ·

M$ Office für den Mac ist zwar der Windows Version haushoch überlegen. Aber die Details sind auf dem Mac gleich nervig. In Word wird Text auswählen zur Herausforderung, die Formatierung hat einen eigenen Willen (auch wenn AutoFormat und AutoKorrektur komplett abgeschaltet ist) und Formatvorlagen sind nicht sinnvoll einsetzbar.

Traurig dass es keine Textverarbeitung gibt die zentrale Formatierung leicht benutzbar beherrscht. Vielleicht lerne ich mal LaTeX. Vielleicht lohnt es sich auch RagTime Privat zu lernen. Ansonsten warte ich auf ein Apple Works das die Möglichkeiten von Mac OS X komplett nutzt.

Auf ein OpenOffice im Aqua Gewand bin ich auch gespannt.

Im Moment nutze ich Nisus Writer Express zum Verfassen von Texten. Ist mehr Text Editor als Verarbeitung. Aber zukunftssicher durch Rich-Text-Format. Was fehlt sind Zentrale Formatierung (das Wichtigste was eine Textverarbeitung, meiner bescheidenen Meinung nach, können muss), Fußnoten, Tabellen, Gliederung, Inhaltsverzeichnis, Aufzählungsliste und Nummerierte Liste als Absatzeigenschaften. Und ein Formeleditor und eine Serienbrieffunktion. Diesen Sommer soll noch Version 2 von Nisus kommen und Tabellen, Styles und Fußnoten können.

Tabellen soll Apple TextEdit in Mac OS 10.4 Tiger können. Aufzählungslisten muss ich mir über das Lineal mit Tabulatoren zusammen basteln. Das zu automatisieren wäre kein großer Programmieraufwand.

martzell ·

Ach so. Das Schönste an Nisus Writer Express ist. Ich muss Dokumente nicht sichern. Das macht der Document Manager für mich. Dort finde ich auch alle meine Dokumente.

martzell ·

Test-Kommentar direkt aus NetNewsWire.

lemming ·

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