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Stanislaw Lem — Solaris

November 05, 2004

SolarisWer einen üblichen, mit Klischees triefenden, Science-Fiction lesen will, der sollte einen großen Bogen um Romane von Lem im Allgemeinen machen. Sie sind eine eigene Sorte von Science-Fiction. Nicht umsonst nennt sich Lem in seinen späteren Büchern selbst »Der fantastische Lem«. Seine Geschichten sind stets sehr fantastisch — fiktional.
Solaris ist eines dieser Bücher von Lem das in Sachen Science-Fiction neue Massstäbe setzte. Ich habe es im Urlaub gelesen. Eine nette Bekannte hat es mir mit gegeben und äußerte da schon Bedenken, da »Solaris« keine leichte Kost ist. Sie hatte recht behalten. Solaris ist wirklich nicht leicht zu lesen. Wer aber den zähen Anfang überwunden hat, in der Lem eine seiner fantastischen Hintergrundgeschichten um den Planeten Solaris spinnt, wird mit einer interessanten Geschichte um ausserirdisches Leben belohnt. Im Grunde geht es darum ob die Menschheit außerirdisches Leben auch erkennt, wenn sie darauf stößt. Und sei sie noch so groß wie ein Ozean auf einem Planeten. Oder so groß wie der Planet selbst.
Science-Fiction ist für Lem nur Mittel zum Zweck, um der Menschheit den Spiegel vor das Gesicht zu halten, ohne dass sie es merkt oder es im Übel nimmt.
Wer die »andere« Science-Fiction vom Schlage Perry Rhodan hinter sich lassen will, dem sei Lem an’s Herz gelegt.

3 Kommentare

Uli ·

Ein tolles Buch! Ich habe es ebenfalls im Urlaub gelesen - dies ist kein Buch für die S-Bahn. Dennoch - versuche mal den Wüstenplaneten von Frank Herbert.

Olaf ·

Lang ist es her (bestimmt 10 Jahre), dass ich das Buch gelesen habe. Ich glaube, ich sollte es mal wieder rausholen, da ich mich nicht mehr so genau an die Details erinnern kann.

Ausserdem sehr empfehlenswert von Lem: die Abenteuer des Piloten Pirx.

elly ·

dieses Buch ist der reinste müll man kapiert es von vorne bis hinten nicht Lemmy gib dir beim nächsten Buch bitte mehr Muhe

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