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Lovely ALOM

April 20, 2006

Postkarte von Sun
Zusammen mit einer netten Postkarte, siehe Scan, kam heute das »Starterkabel« für den T2000 an. Damit konnte ich das ALOM (Advanced Lights Out Management, ähnlich einem BIOS) zur Mitarbeit bewegen.
Ich muss euch sagen, ich bin verliebt. Zwar gestaltet es sich am Anfang schwer den Server überhaupt einzuschalten, aber für spätere administrative Tätigkeiten ist ein ALOM, das übrigens auch per Netzwerk erreichbar ist, sofern man es via Starterkabel eingerichtet hat, bestimmt sehr nützlich.
Langer Satz, lange Installationsprozedur.

sc> setsc netsc_ipnetmask 255.255.255.0
sc> setsc netsc_ipaddr 192.168.30.60
sc> setsc if_network true
sc> showsc
Advanced Lights Out Manager CMT v1.0.2

parameter                value
---------                -----
if_network               true
if_modem                 false
if_emailalerts           false
netsc_tpelinktest        true
netsc_dhcp               false
netsc_ipaddr             192.168.30.60
netsc_ipnetmask          255.255.255.0
netsc_ipgateway          0.0.0.0
mgt_mailhost
mgt_mailalert
sc_customerinfo
sc_escapechars           #.
sc_powerondelay          false
sc_powerstatememory      false
sc_clipasswdecho         true
sc_cliprompt             sc
sc_clitimeout            0
sc_clieventlevel         2
sc_backupuserdata        true
diag_trigger             power-on-reset error-reset
diag_verbosity           normal
diag_level               max
diag_mode                normal
sys_autorunonerror       false
ser_baudrate             9600
ser_parity               none
ser_stopbits             1
ser_data                 8
netsc_enetaddr           00:14:4f:1d:e0:04
sys_enetaddr             00:14:4f:1d:df:fc

sc> resetsc
Are you sure you want to reset the SC [y/n]?  y
User Requested SC Shutdown

Das ALOM ist AFAIK eine extra Karte im Server die bei Stromzufuhr ständig an ist. Man kann mit ihr den Server starten und abschalten; die RTC einstellen, das ALOM flashen, Benutzer einrichten die das ALOM verwenden dürfen und das vorbereitete Sun Solaris installieren.
Als ich den poweron-Befehl im ALOM gab, verdreifachte sich der sowieso schon im ausgeschalteten Zustand laute Server noch einmal. Ähnlich wie ein Auto bei dem die Räder durchdrehen wenn es Gas gibt, hört es sich auch beim T2000 an.

sc> poweron
sc>
SC Alert: Host System has Reset

sc> console -f
Enter #. to return to ALOM.

Die Installation von Solaris verlief ähnlich wie bei Debian. Statt mit Enter bestätigt man meistens mit F2 (respektive Fn+F2 auf meinem iBook).
Die Fragen sind - ähnlich wie bei Debian - auch von Laien lösbar. IP, Subnetmask, Gateway, DNS-Server, Hostname, Pipapo, etc. Da ich beim Benennen meiner Server z. Z. einen Faible für griechische Mythologie habe (der HP Proliant der hoffentlich übermorgen schon gegen den T2000 antritt heißt Styx), habe ich den Sun auf Phaeton getauft.
Direkt nach der Installation kann man sich über das ALOM auf dem Server anmelden. Das erste was ich tat, war den sshd konfigurieren und die bash als Standard-Shell für root zu aktivieren.
Was ich im ALOM ein wenig vermisse ist ein Watchdog (Habe keinen gefunden). Softwaremäßig bestimmt kein großes Ding das nachzuliefern.

8 Kommentare

Dizzy ·

Alder ist das Ding laut. Ich dachte am Anfang der wav das wäre laut als das ding erst richtig durchstartet. Ist das normal dass ide lüfter am Anfang so kreischen?????

Peter ·

Hui, das Geräusch hat den Namen Geräusch erst verdient! Ist also kein Gerät, dass man sich ins Wohnzimmer stellt. Wie ist es mit der Abwärme?
Was stellst du eigentlich mit dem Server an? Hast du vor, ihn als Webserver zu konfigurieren? Oder als PDC? Oder als..?

Ach ja genau. Phaeton. Ist das nicht der Typ, den man nach dem Auto benannt hat?

lemming ·

Nee, das ist der Typ der gern mit dem Feuer spielt. Ich werde den Sniper von mySniper.com auf phaeton compilieren und ihn mit meinem HP Proliant DL 360 vergleichen.
Heute Mittag gibt’s noch ein paar Fotos.

nin ·

*Schwärm*, ich will auch so ein Teil für mein RZ. Was kostet denn so ein T2000?

Jean-Baptist ·

Ich kenne Lights-Out-Management von HP-Servern. Da heißt das allerdings integrated Lights-Out (iLO). Trotzdem sehr cool. Dass das Mal als ersatz für eine Grafikkarte dienen könnte, ahbe ich nicht gedacht.

Pretender ·

“Ähnlich einem BIOS”. Also das ILO von HP ist weit von dem entfernt was man ein BIOS nennen kann.

lemming ·

Hallo Pretender. Naja »ähnlich einem BIOS« ist evtl. wirklich falsch ausgedrückt. Einigen wir uns darauf dass es ähnlich einem OpenFirmware wie bei Macintoshs ist, ok?

Ayline ·

hallo ich hab a problem und zwar bräucht ich den Befehl “console -f” für Ilo.

Franzi

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