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Solaris Management Console

April 23, 2006

Da der T2000 keine Grafikkarte hat, hat er auch keine grafische Oberfläche. Nur über ein X11-Forwarding kann man auf den X11-Client auf dem T2000 zugreifen – was notwendig ist, da wichtige Programme wie die SMC (Solaris Management Console) nur als X11-Programm gibt.
Um überhaupt die SMC nutzen zu können, muss man den sshd so einrichten, dass er einen Login von root erlaubt.

/etc/ssh/sshd.conf
PermitRootLogin yes

Am einfachsten geht es die Verbindung dann von der eigenen Workstation zum T2000 über ein xterm und ssh mit X11-Forwarding herzustellen.

ssh -X root@phaeton
Password:
root@phaeton: # smc &

Die SMC startet dann auf dem X11-Server der Workstation.
Mit dem mitgelieferten X11 von Mac OS X 10.4 habe ich allerdings keine gute Erfahrung gemacht. Das SMC stürzte ohne Fehlermeldung ab.
Das XFree86 meiner Ubuntu-Workstation hatte keine Problem das SMC zu starten.
Sollten beim Start Fonts-Fehlermeldungen angezeigt werden, liegt das sicher an der exotischen -monotype-arial-regular-r-normal–*-140-*-*-p-*-iso8859-15, die man gewissenhaft als Euro-ISO-Font bei der T2000-Installation angegeben hat. Zwar hat die Fehlermeldung subjektiv keinen Einfluss auf die Stabilität des SMC, kann aber mit einem Alias in /usr/X11R6/lib/X11/fonts/75dpi/fonts.alias kompensiert werden:

-monotype-arial-regular-r-normal--*-140-*-*-p-*-iso8859-15 
-b&h-lucida-medium-r-normal-sans-14-140-75-75-p-81-iso8859-1

Unter Ubuntu findet sich die Datei in /etc/X11/fonts/75dpi/xfonts-75dpi.alias.
Windowbenutzern empfehle ich Xming in Kombination mit Putty als X11-Server.

Die SMC bietet einige Konfigurationsmöglichkeiten für Solaris, aber auch nicht alle. Die Benutzerverwaltung funktioniert AFAIK ausschließlich über die SMC, während die Konfiguration der Netzwerkkarten nur über ifconfig funktioniert.
Sehr hilfreich bei der Arbeit mit der SMC ist die ausführlich Administrations-Dokumentation von Sun.

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