
Sony bringt mit dem Librie neue Impulse in das Thema E-Books. Ein Gerät das kein gewöhnliches LCD verwendet um Seiten darzustellen. Stattdessen wird eine Technologie verwendet die sich E-Ink (E-Tinte) nennt. Mit ihr lassen sich weit mehr Graustufen darstellen als mit bisherigen E-Book-Readern und ist zudem noch besser lesbar.
Der Librie hat einen sehr sparsam. Nur beim Umblättern wird Strom verbraucht. Mit seinen vier AA-Batterien kann man somit 40 Bücher lesen. Die Qualität des Librie kommt dem eines echten Stück Papiers verdächtig nahe, sagen Augenzeugen. Dennoch bin ich der Ansicht dass der Librie keine echten Bücher verdrängen kann. Bücher, die man gelesen hat, sind einem ans Herz gewachsen. Ich brauche ein Buch im Regal, in dem ich nach belieben blättern kann.
Als einen Ersatz für Zeitschriften, die man sowieso nur einmal oder zweimal liest, kann ich ihn mir vorstellen. Der Vertriebsweg Internet, die Müllproblematik und die Vorteile 10.000 Zeitschriften auf einmal mit dabei zu haben oder sie durchsuchen zu können, überwiegen grandios.
Ich bin ehrlich gespannt wohin Sony die Entwicklung treibt.

13 Kommentare
Thilo, sehr guter Kommentar. Ich bin deiner Meinung. Die Idee ist prinzipiell nicht schlecht, allerdings werden solche Geräte nie das Feeling beim lesen leicht vergilbter Seiten eines geliebten Buches ersetzen können.
Außerdem wären 300 solcher Dinger im Bücherregal doch etwas eintönig anzusehen.
Ja, würde doof aussehen. Man kann den Librie z.Z. auf 1GB aufstocken. Das wäre Platz für tausende von Bücher. Oder für Zeitschriften. Von denen allerdings nichts ausser einer Kaufpackung oder gar nur Kreditkartenrechnung übrig bleibt, wenn man sie vom Librie löscht.
Man könnte das allerdings auch weiterspinnen: Beim mir sieht es bei Tonträgern genauso aus. Ich finde den iTMS zwar genial (und preiswert), allerdings kaufe ich immer noch CDs, von denen ich weiß, dass sie was für die Ewigkeit sind. Von Vinyl gar nicht erst zu sprechen…
Ich weiss nicht, ob ich das jetzt richtig ausdrücken kann, aber hier sind ein paar Gründe, warum ich mich wohl nie mit sowas anfreunden kann.
- jedes einzelne Buch, dass ich in die Hand nehme, fühlt sich doch irgenwie anders an und ist für sich was besonderes. Geräte wie ein Librie sind doch immer gleich gross, gleich schwer und nur die Texte ändern sich.
- es ist ein riesengrosser Unterschied, wenn ich bei einer Zeitung den Kopf um 20 Grad in Richtung der anderen Doppelseite drehe oder mit einer raumgreifenden Arbewegung umblätter, als nur mit dem Daumen weiterzudrücken. Vielleicht muss ich auch noch hin- und herscrollen, während mein Kopf völlig unbeweglich bleibt.
- haben die E-books dann eigentlich noch linke und rechte Seiten oder sieht jede Seite einfach gleich aus, ist ja eh nur auf einem Screen. Ich kann mir zum Beispiel immer gut merken, ob ich etwas auf der linken oder rechten Seite gelesen habe. Wahrscheinlich wirds irgendwann/bald aufklappbare Reader mit 2 Displays geben. MARK MY WORDS.
- Bei einem analogen Buch weiss ich intuitiv oft genau, wieviele Seiten ich zurückblättern muss, um eine gewisse Stelle noch mal zu lesen. Wie ist das digital, waren das jetzt -20, -30 oder -50 Seiten?
Ist zwar ein nettes Spielzeug, aber ich glaube nicht, dass Bücher plötzlich so verschwinden werden - ist einfach ein viel besseres Gefühl.
Ich glaube bei solchen E-Book Readern gehts gar nicht um den Ersatz zu herkömmlichen Büchern. Viel eher erhoffe ich mir, nicht immer mein Laptop mit mir rumschleppen zu müssen. Wer kennt den das Problem nicht, man muss sich in ein neues Thema einarbeiten und findet z.B. im Internet ein haufen schöner E-Books. Wenn man jetzt unterwegs ist hat man zwei Alternativen:
1) Ausdrucken
2) Laptop o.ä.
Wenn ich bei mir in die Regale (Schubladen) schaue, sehe ich etliche Kilo Papier, die einmal ausgedruckt wurden um sie zu lesen, dann meistens aber nicht mehr gebraucht werden. Für Whitepaper, Zeitschriften, Tutorials etc ist solch ein Reader wunderbar. Nur, dass höchstwahrscheinlich keine normalen PDFs konvertiert werden können und der Preis jeden normalen Verbraucher abschreckt.
Alles in allem aber sehr nützlich.
Die Bedienbarkeit ist weit entfernt von der Bedienbarkeit von etwas Gedrucktem. Versucht mal ein PDF mit vielen hundert Seiten quer zu lesen. Mit einem Buch ist das viel leichter als am Bildschirm. Das ist traurig.
Ich will ein Werkzeug das es mir ermöglicht durch hunderte Seiten am Bildschirm hindurchzufliegen (zwei-dimensional!), also zu überblicken und bestimmte Ansichten mit einem Klick ablegen und auch wieder mit einem Klick zurückkehren zu diesen Lesezeichen. Aber so kreativ sind die Programmierer leider nicht. Sollten sich die Bedienung von Computer-Strategie-Spielen als Vorlage nehmen und nicht die Windows- / Macintosh-Standard-Bedienung.
Bei solchen Dingern sehe ich irgendwie einen recht eingeschränkten Nutzungsradius: Wie schon von vielen anderen gesagt, ist ein echtes Papierbuch auch für mich vom Handling her (schnell mal 30 Seiten zurückgeschaut …) und auch von der Haptik und Optik (schöne Einbandgestaltung ist auch was wert …) einfach um Klassen besser als ein PDF-, HTML- oder sonstiges File. Auch hätte ich so meine Probleme damit, einen eBook-Reader als Badewannenlektüre zu benutzen oder fürs sommerliche Parkbanklesen einfach schnell in den Rucksack zu stopfen.
Andererseits lungern bei mir auf der Platte auch viele eBooks zu Themen wie Java, UML und XML rum, die ich aber nicht ausdrucken möchte (pro Exemplar sinds meist mehrere hundert Seiten). Da wäre so ein eBook-Reader wohl genau das richtige Lesegerät: nach dem Lesen und Verstehen kann das Zeugs weggebrannt werden (auf CD/DVD natürlich, nicht per Feuerzeug …) und stört nicht weiter, steht aber immer noch zur Verfügung.
Wenn so ein eBook-Reader dann auch noch eine vernünftige Foto-Verwaltung bieten würde mit TV-Ausgang, wäre das nochmal eine Überlegung wert. Einfach schnell die Bildersammlung draufkopieren und so die Enkelbilder zu den Omas und Opas ohne Rechner mitnehmen, das wäre schon was …
Dann wäre es ja schon wieder ein iPod photo oder ein kleiner Computer.
Vielleicht erinnern sich einige von euch an die Tabletts in Raumschiff Enterprise TNG. Dort konnte man auf den Displays irgendwelche Einträge machen und mit einem Stift oder mit dem Finger bedienen. Fast auch schon wieder ein kleiner Panel-PC.
“Dann wäre es ja schon wieder ein iPod photo oder ein kleiner Computer.”
Stimmt. Aber von einem Stück Hardware mit einem nicht zu unterschätzenden Preis (nehm ich jetzt einfach mal an) erwarte ich auch mehr, als nur die Fähigkeit zur Anzeige von Text. Ok, streich den TV-Ausgang, wenn das Display gut genug ist und vielleicht noch farbig, wärs auch zur direkten Bildanzeige gut. Der iPod Photo ist schon nicht schlecht, mir persönlich aber deutlich zu teuer für den Nutzen, den ich davon hätte. Für 100 bis 150 Euronen würde ich es mir vielleicht noch überlegen …
Vorweg muß ich sagen, daß ich mir dieses Baby sofort unter den Nagel reißen würde, wenn ich wüßte wo man ihn sich besorgen kann, ohne gleich nach Japan jetten zu müssen, da Sony ja bis jetzt die glorreiche Strategie verfolgt, das Gerät nur auf dem heimischen Markt zu vertreiben.
Weiterhin muß ich klarstellen, daß auch ich ein absoluter Bücherwurm bin, der es liebt echte Bücher zu lesen und im Geruch neuer Seiten zu schwelgen. Trotzdem kann ich einige der hier formulierten Kommentare einfach nicht verstehen.
Zum Beispiel die Aussage, daß 300 solcher Geräte sich nicht gut im Bücherregal machen würden zeigt eindeutig, daß das Prinzip eines E-Books vollkommen am Verfasser vorbeigedonnert ist. Zur Klarstellung: ein solches Gerät kauft man sich nur einmal! Die Inhalte können (und sollten) separat auf anderen Medien, wie zum Bespiel CDs oder DVDs (letztere bieten ungefähr für 1,2 Millionen Seiten im handlichen PDF Format platz) gelagert werden, um dann bei Bedarf auf das Gerät aufgespielt werden zu können.
Außerdem kann man bei aller Liebe zu Kommentaren wie “PDFs haben keine Lesezeichen und können nicht quer gelesen werden” nur den Kopf schütteln.
Was man durchaus als Argument aufbieten kann, ist daß das Lesen solcher PDFs am Bildschirm eine echte Qual ist, was das Librie und ähnliche E-Ink Technologie zu einem echten Brecher macht, denn damit kann man die Vielseitigkeit und Benutzbarkeit elektronischer Texte endlich mit der Benutzerfreundlichkeit von echtem Papier verbinden. Außerdem geht selbst das solideste Hardcover durch ständiges Herumtragen im Rucksack irgendwann kaputt oder macht sich zumindest nicht mehr so gut in der heimischen Bibliothek, wohingegen ein Librie, das bei Nichtbenutzung sowieso in der Schublade liegt, ewig und drei Tage hält. Es ist auch sicher nicht so empfindlich gegenüber Regen, Schnee, Kaffee und sonstigen Unfällen, die so ein schönes Buch im Handumdrehen zu Altpapier werden lassen.
Hallo Leute,
ich will auf kein Fall jemanden beleidigen oder zunahe treten aber wie alt seit ihr den alle über 40-45. Ich persönlich bin ich knapp über 25 und ich schaffe es eine Anleitung oder Buch oder kleine FAQ viel schneller am PC zu lesen als im ausgedruckter form. Und das dank scrollen und weiter drücken.
Also ich persönlich werde mich sehr freuen wenn endlich so was an Europäische - Markt rauskommt. Dann werde ich endlich dieses ganzes Papiermüll weg (Anleitungen, Lernbücher und so weit). Natürlich werden auch bei mir Paar Bücher bleiben aber nur eben ausgewählte Klassikern wie Puschkin, Tolstoi und Shakespear.
mfg
Ein Servus aus dem Technik Bayern,
E-Link ist gut, aber immer noch in Scharz Weis. Die Schwachstelle ist immer die Größe des Bildes !!! Dann können die Futzies das gleiche Gerät ein paar Jahre später noch einmal mit doppelter Größe oder dann in Farbe verkaufen. Ich habe 12″ Powerbook, ja ein Mac. Das Display ist genial, die Akku Laufzeit beträgt 3,5 Std wiegt 2,7 kg, kann zur not auch an einen 21″ Flachbildschirm angestöselt werden und speichert mir jedes E-Book fein säuberlich strukturiert auf der zig GB Festplatte ab. Ich kann in brillianter Qualität e-Books lesen, Mp3 hören und stundenlang über einen öffentlichen Hotspot im Cafee im Internet surfen. Warum soll ich mir noch so ein Gadget anlachen, dass - nicht einmal eine CD voll E-Books einlesen kann, mich dazu zwingt den sowieso vorhanden Content noch einmal teuer zuzukaufen, - als Stifteingabe meine Krackelshrift einstudieren muss, und ich auf ein Firmware Update womöglich noch draufzahle.
Wenn mein Speicherplatz für e-Books nicht ausreicht, dann stecke ich halt eine USB Festplatte mit nochmal zig GB an.
Fazit:
Wann bringt Apple endlich das erste Powerbook mit Touchscreen heraus
Gruss, emptyarmy
Hallo emtyarmy.
Kannst du mit deinem Powerbook und zwei AA-Batterien auch 40 Büch lesen?