Robotik fasziniert mich. Ich kenne Isaac Asimovs Robotergesetze, aber das ist nur Science-Fiction. Heutige Roboter sind noch weit davon entfernt, diese Gesetze interpretieren zu können.
Mit der etapplierten Gattung der Roboter, den Industrie-Robotern, konnte ich mich leider noch nicht befassen, habe aber einige Ideen die eigentlich prädestiniert dazu wären, bei Jugend-Forscht anzutreten.
Eine Idee, die mir im Zusammenhang mit Robotik ständig durch den Kopf schwirrt, ist ein Roboter der selbstständig eine Puzzleaufgabe lösen kann. Nach meiner Vorstellung bedarf es dazu vier Komponenten:
- Ein Sortierarm mit Puzzleteilchenspeicher
- Ein Ablagearm mit Saugnäpfchen und ein Ablagebrett auf dem das Puzzle zusammen gesetzt wird
- Eine Station an denen die Puzzleteilchen gescannt werden können
- Eine Software die das ganze steuert
Die beiden Roboterarme können sicherlich mit Lego-Technik oder ähnlichem zusammengebaut werden. Als Puzzlespeicher schwebt mir eine Art Stappelspeicher vor, der nach und nach abgearbeitet wird. Oder ein doppelter Stappelspeicher, bei dem man die Puzzleteilchen hin und her transportieren kann.
Schwieriger wird es die Software, die das ganze steuert, zu programmieren. Sie muss zu Anfang alle Puzzleteilchen einscannen, im Stappelspeicher ablegen und jedes Puzzleteilchen einzeln mit den anderen vergleichen, um somit deren Nachbarn zu finden. Am Ende werden die Teilchen aus dem Stappelspeicher genommen und mit dem Ablagearm auf dem Tisch millimetergenau und korrekt ausgerichtet abgelegt.
Fertig wäre das Puzzle. Die Kür wäre dann noch diesen Roboter so zu tunen, dass er mit dem Puzzle links oben anfängt (also mit dem Puzzleteil das links und oben keine Nachbarn hat) und sich dann Zeile für Zeile nach unten arbeitet. Vorallem wenn dann noch der Stappelspeicher in der Zwischenzeit, in der der Ablagearm beschäftigt ist, das nächste Teilchen raussucht.
Einen Lego-Roboter der schon eine Verschiebepuzzle gelöst hat, gibt es bei der FH Dortmund.

5 Kommentare
Jaja, Roboter bauen ist was sehr schönes und lustiges.
Habe neulichs an einem Kurs der Uni Bremen teilgenommen, wo der Umgang mit Handy Cricket von den Erfindern des Mikrocontrollers einem näher gebracht wurde. Da haben wir auch ein paar lustige Roboter mittels Lego und dem Handy Cricket gebastelt. Halt Standart-Programm , schwarze Linien abfahren, Hindernisse erkennen, war aber recht lehrreich und interessant.
Nicht mal das Stadium mit schwarzer Linie folgen habe ich erreicht. Im vorletzten Linux-Magazin war ein Artikel über einen programmierbaren Mini-Computer. Wobei der nur ein bisschen mehr kann als ein RC-Auto.
Schau dir mal den Handy Cricket (http://handyboard.com/cricket/) an, damit kann man echt kinderleicht Roboter (alles soll möglich sein) programmieren. Programmiersprache ist Logo-mäßig gestaltet.
Der Cricket hat ja einiges auf dem Kasten. Eignet sich sicherlich um einen kleinen Buggy zu bauen, der dann z.B. meine Katze auf Trap hält.
Dieses Cricket Logo, hat das nur eine Java-IDE, oder kann man das auch unter Linux ansteuern?
Servs,
deine Idee mit dem Puzzleroboter gefällt mir sehr gut, meine Frage ist nur ob du mit einem doppeltem Stappelspeicher wirklich (effektiv) ans Ziel kommen würdest?!
Ich mein, nehmen wir mal an du hast das obere linke Puzzelteil und nun suchst du das Puzzleteil rechts davon, so müsstest du jedes Puzzleteil von einem Stappelspeicher auf den anderen schieben und umgekehrt, bis du letztendlich das richtige Puzzlestück gefunden hast - oder irre ich mich da?
Da müsste eine andere Datenstruktur her, die Frage wäre nur welche? *g* Irgendwas das man von vornherein nach belieben sortieren kann, so das man dem Robotor sagen könnte: Fange diesmal von unten rechts an und arbeite dich Zeilenweise nach oben durch. So oder so ähnlich
Auf jedenfall eine prima Idee, die dir da eingefallen ist
Schönen Gruß
Mariusz