Ich weiß ja nicht wie lang die Entwicklungszeiten bei den Hardwareherstellern ist. Aber geringer als bei Handyherstellern kann es wohl kaum sein.
Im Zuge unserer DSL-Kolchose hatte ich jetzt drei verschiedene AccessPoint-Typen von drei unterschiedlichen Herstellern in der Hand gehabt und alle waren sie absolut beschissen zu konfigurieren.
Angefangen mit den von Hersteller zu Hersteller unterschiedlichen Bezeichnungen der Modi, bei dem der Kunde teilweise regelrecht behumst wird.
So wird der SMC WebG-T AccessPoint als EthernetBridge gepriesen, wobei damit Ethernet Client gemeint ist. Die Beriebsart mit der man Geräte die nur eine Netzwerkkarte besitzen in ein Funknetzwerk integriert. Z. B. Spielekonsolen oder der HDD-Videorecorder.
Also keine echte Bridge.
Weiter geht’s mit der Einschränkung von Funktionen, sobald eine andere Betriebsart als AccessPoint angewendet wird. So beim SMC WebG-T und beim D-Link 2000AP+ die nach der Umstellung plötzlich kein WPA, respektive WEP, mehr können. Einen Hinweis findet man auf der Packungsrückseite nicht. Erst in den PDF-Handbüchern wird man über diesen Umstand, der wirklich Kaufentscheident ist, informiert.
Der Gipfel der Frechheit leisten sich die Hardwarehersteller aber mit den Konfigurationsprogrammen, die alle ausschließlich über den Browser gesteuert werden.
Völlig verbugt werden dem Benutzer irgendwelche Hürden in den Weg gelegt, die er nur mittels Rumprobieren irgendwie hin gefrickelt bekommt. So ist beim einen WLAN-PrintServer die Anzeige welcher WLAN-Kanal nun verwendet wird schlicht falsch. Wählt man Kanal 9, wird Kanal 6 verwendet. Kanal 6 ist Kanal 11 usw.
Frickeln, rumprobieren und immer und immer wieder die kleinen Kisten neu starten.
Kurios wird’s wenn sich die Programmierer die Mühe machen die Formulare per JavaScript zu steuern. So ist beim OvisLink WL-5460AP das Eingabefeld für die SSID plötzlich deaktiviert, wenn man auf Bridge-Modus setzt, obwohl anhand dieser Eigenschaft die beiden Bridge-Nodes sich in der Luft finden. Abhilfe schafft hier auch nur wieder Umschalten auf AP-Modus, einstellen und wieder zurück auf Bridge.
Oder wieder beim WL-5460AP sind die Sicherheitseinstellungen im Bridge-Modus nicht mehr unter »Wireless -> Security« sondern unter »Wireless -> WDS Setting« zu finden. Ein Narr wer glaubt der Menupunkt Security würde im Menu nicht mehr angezeigt oder im Status wäre das eingestellte WPA sichtbar oder die LED für »Encryption« würde leuchten.
Es bleibt ja immer die Hoffnung auf das nächste Firmware-Update.

7 Kommentare
Vielleicht solltest du dich mal nach OpenWRT bzw. FreeWRT und den dazugehörenden Routern informieren. Da ist nen kleines BSD drauf installiert und du kannst da soviel dran rumkonfigurieren wie du willst
Ja, das wurde mir auch schon ans Herz gelegt. Die Frage ist nun, muss man denn technophil oder Programmierer sein um ein verdammtes WLAN so in die Gänge zu bekommen wie es auf der Verpackung versprochen wird?
Ach ja, die FritzBox ist eine Ausnahme, die ist echt gut.
solange Du ein wenig Konsole kannst, hast Du mit OpenWRT kein Problem. wobei die Weboberfläche in RC5 recht komfortabel ist.
Konsultiere besser das wiki
Also nach diesem ganzen Gerassel würde ich zwei unabhängige WLAN Netze aufbauen. Die Fernverbindung steht ja und nun per Kabel einen 2. AP fürs Haus auf einen anderen Kanal. Zu diesem verbinden sich dann alle Geräte im Haus…
Vielleicht sollten die sich folgendes Buch zulegen.
Eigentlich geht’s ja nur noch um die “Fernverbindung”, Carsten.
Gelobt sei das 14-tägige Rückgaberecht. Macht zwar auch nicht Spaß ständig Produkte zurückzugeben und auf das nächste Versuchsprodukt zu warten, aber besser als sich mit schlecht funktionierender oder unmöglich zu bedienender Hardware rumzuärgern.
AVM Fritzbox und Apple Airport sind wirklich gut. Lässt sich daran kein Richtstrahler anschließen? Auch wenn die mehr können als du brauchst.