Mit großer Sorgfalt beobachte ich den amerikanischen Wahlkampf. Von der deutschen Warte aus, wäre Obama sicher der Wunschkandidat, dass ist unumstritten.
Allerdings ist er für ein größeres Engagement der Europäer und Deutschen im Afghanistankrieg, was ich nicht gutheißen kann. McCain hingegen wird die Nato und somit auch Deutschland ebenfalls stärker mit in Verantwortung ziehen.
Das wäre nur halb so schlimm, wäre da nicht Sarah Palin.
Wenn ich der Logik der Hockey Mom folge, dann macht mich, als Wahlberliner, die Nähe zu Polen gleich zu einem Ostblockspezialisten mit großer Auslandserfahrung.
Was wenn die Amis tatsächlich McCain und Palin wählen und McCain wegstirbt?! Dann wird die naive, herrschsüchtige, Marionette auf den heißen Stuhl gesetzt und die Falken sind dann wieder am roten Drücker. Gruselige Vorstellung.

6 Kommentare
Interessant hierzu auch das Statement von Matt Damon:
http://www.youtube.com/watch?v=C6urw_PWHYk
Ich hoffe nur, dass Obama nicht wirklich dem Bradley-Effekt (http://en.wikipedia.org/wiki/Bradley_effect) erliegt. Allerdings, wie woanders schon einmal jemand erwähnte, sind die Republikaner sicherlich sehr dankbar, wenn die Demokraten das Finanzfiasko ausbaden dürfen.
Spannend an der aktuellen Wahl finde ich auch die hohe Anzahl an Briefwählern. Ein leichtes Misstrauensvotum gegen die Wahlmaschinen?
Kann aber auch daran liegen, dass viele in Übersee Irakis jagen.
Naja, die Briefe werden eh nicht rechtzeitig ankommen. Bin aber wirklich gespannt, was uns dann international erwartet - egal wer von den beiden das Rennen macht.
Btw. Wahlmaschinen: http://www.youtube.com/watch?v=ra0auEa6rEs
Gerade von einem Bekannten erfahren, dass McCain schon ein paar mal dem Tod von der Schippe gesprungen ist und ich meine nicht über Hanoi. Zuletzt hatte er wohl 2000 Hautkrebs.
Dafür lebt aber seine Mutter(!) noch.