Majo von IT&W hat ein Video von der Einführung des Macintosh gefunden und restauriert. Das Video wurde 1984 von Scott Knaster aufgezeichnet. Es zeigt die Aktionärsversammlung von Apple im Flint Center in Cupertino.
Zum 21. Geburtstag des Macintosh hat Scott es an die Macher von IT&W, dem Textlab, geschickt. Diese haben die Betamax Kassette restauriert und digitalisiert.
Bisher waren von diesem historischen Tag im Januar 1984 lediglich Bild- und einige Tonfragmente bekannt. Nur sehr wenige Menschen konnten sich bisher einen Eindruck davon machen, wie der damals 29jährige Steve Jobs den ersten Mac aus einer Tragetasche zieht, wie der Mac sich dem tobenden Publikum selbst vorstellt, das breiteste Lächeln, das Steve jemals auf seinem Gesicht trug und die Emotionen, die damals schwadendicht durch das Flint Center in Cupertino zogen.
Einige Mirrors finden sich bei IT&W oder ihr könnt es auch mit einem Klick auf das Bild bei mir anschauen.
Mehr zum Thema gibt es bei den Notizen aus der Provinz, kju, im medienrauschen, bei Unblogbar, woweezowee, beim Schockwellenreiter und beim Zynist
Nachtrag: Mittlerweile wurde das Video 2366x von meiner Seite geladen.


6 Kommentare
Ich weis, euch Mac-Liebhabern geht bei dem Video halb einer ab.
Aber mir nicht.
Als der GameBoy kam wars mit Sicherheit nix anderes…
Da kann ich dir die Notizen aus der Provinz empfehlen die ich verlinkt habe.
Immer dran denken, das war 1984.
In diesem jahr war DOS noch sehr modern. Sprachausgabe gab es nur von IBM-Mainframes - so groß wie ein Wohnzimmer. Eine Laufschrift auf einer Grafikausgabe - gab es das überhaupt schon davor?
Auch von einer Maus träumten viele nicht mal. Selbst das später erschiene Windows 1.0 hatte nicht mal eine Maus.
Eines hat mich jedoch nachdenklich gemacht: an der Qualität der Sprachausgabe hat sich kaum was geändert.
Ich hatte bei meinem Vater Windows 1.0 und Microsoft Word unter DOS auf einem IBM AT gesehen. Hat mich damals schon kalt gelassen.
Das Video ist super. Mich hat nur gewundert, wie das alles funktioniert hat. Steve Jobs hat *nach* dem Booten einfach eine Diskette eingelegt und schon gings los - ohne einen Mausklick.
Funktioniert das so einfach? Ich kann mir das nicht so ganz vorstellen. Das ganze sieht sehr ferngesteuert aus.
Damit will ich nicht die außerordentlichen Fähigkeiten des Macs infrage stellen. Beeindruckend. Vor allem damals…
Wie ich in der Geschichte auf folklore.org gelesen habe, war das eine extra Präsentations-Software. Das war kein MacOS was da zu sehen war.
Was das Booten angeht. Ich habe in dem Buch »Apple, Streng vertraulich« eine nette Geschichte über die Bootgeschwindigkeit gelesen. Die gibt es auch bei Folklore.org zu lesen.
Larry Kenyon was the engineer working on the disk driver and file system. Steve came into his cubicle and started to exhort him. “The Macintosh boots too slowly. You’ve got to make it faster!”
Larry started to explain about some of the places where he thought that he could improve things, but Steve wasn’t interested. He continued, “You know, I’ve been thinking about it. How many people are going to be using the Macintosh? A million? No, more than that. In a few years, I bet five million people will be booting up their Macintoshes at least once a day.”
“Well, let’s say you can shave 10 seconds off of the boot time. Multiply that by five million users and thats 50 million seconds, every single day. Over a year, that’s probably dozens of lifetimes. So if you make it boot ten seconds faster, you’ve saved a dozen lives. That’s really worth it, don’t you think?”
AFAIK startete der Mac innerhalb von 10 Sekunden MacOS.